Wir deutschen Eltern und Erzieher legen sehr viel Wert darauf, dass unsere Kinder viel „an der frischen Luft“ spielen. Aber stecken hinter diesem berechtigten Wunsch gleichzeitig auch die Überlegungen, was wir den Kindern dabei bieten und was sie dabei lernen können? Gerade für kleine Kinder bietet der Außenbereich eines Kindergartens sehr vielfältige und spannende Erfahrungsmöglichkeiten. In einem neuen Klax Projekt zum „Lernen im Freien“ sind wir gerade in unseren Einrichtungen dabei, diese Lernchancen zu erkennen und zu dokumentieren.

Dabei konzentrieren wir uns auf den gesamten Prozess des Draußen seins. Vom Anziehen über die vielfältigen Entdeckungs- und Spielmöglichkeiten im Garten bis zum abschließenden Händewaschen beobachten wir die Kinder dabei sehr genau, um die einzelnen Herausforderungen zu erkennen. Die Kinder erhalten die Zeit sich selbst auszuprobieren und die Außenbereiche in allen ihren Details kennenzulernen. Jede Spinne, jede Blume und jeden Stein gilt es zu bestaunen und zu erforschen. Jede Handlung und Entdeckung birgt ein unendlich großes Lernpotential für die Kinder.

Die Rolle des Erziehers lassen wir bei unseren Beobachtungen natürlich auch nicht außer Acht. Wie beim heuristischen Lernen soll der Erzieher auch beim Lernen im Freien in erster Linie Beobachter sein. Im Wesentlichen bietet der Erzieher einen sicheren Bezugspunkt gerade für die Krippenkinder, von dem aus sie sicher die Welt erkunden können. Für die älteren Kinder ist er Ansprechpartner und Begleiter, aber kein aktiver Spielanleiter.

Ein Jahr lang begleiten wir die Kinder verschiedener Klax Einrichtungen bei ihren Außenaktivitäten und arbeiten wie schon bei dem Film „Essen in der Krippe“ auch in diesem Projekt eng mit der Fachbuchautorin und Expertin für Kleinkindpädagogik, Penny Ritscher, und der italienischen Kommune Florenz zusammen.
Alle Erlebnisse und Erfahrungen der Krippenkinder stellen wir am Ende des Projektes in einem Film und einem Buch zusammen. Ich freue mich auf ein sehr spannendes Projekt.